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Gefahr für die Künstlersozialversicherung?

Geschrieben von admin • Dienstag, 9. September 2008 • Kategorie: Vorsorge


Die Initiative der Länder Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, die Künstlersozialversicherung abschaffen zu wollen löste bei vielen Stellen in der Gesellschaft wie auch beim Deuten Kulturrat Bestürzung hervor.


Die Initiative der Länder Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, die Künstlersozialversicherung abschaffen zu wollen löste bei vielen Stellen in der Gesellschaft wie auch beim Deuten Kulturrat Bestürzung hervor.
Es habe der federführende Wirtschaftsausschuss, der Ausschuss für Frauen und Jugend, der Ausschuss für Innere Angelegenheiten sowie der Finanzausschuss des Bundesrates mit den Stimmen der genannten Länder in einer Empfehlung beschlossen: „Der Bundesrat fordert, dass die Künstlersozialversicherung abgeschafft oder zumindest unternehmerfreundlich reformiert wird.“ Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen waren gegen und Bayern, Berlin und das Saarland enthielten sich der Empfehlung. Am 19.09.2008 soll im Bundesrat nun über die Abschaffung der Künstlersozialversicherung abgestimmt werden. Die Künstlersozialversicherung (KSV) ist Teil der gesetzlichen Sozialversicherung. Versichert sind hier unter anderem Künstler, Schriftsteller, Journalisten, Kritiker, Übersetzer, Wissenschaftliche Autoren und Fachleute für Öffentlichkeitsarbeit oder Werbung.
Der Finanzbedarf wird zur Hälfte aus Beiträgen der Versicherten aufgebracht, die andere Hälfte tragen die Verwerter von künstlerischen Leistungen über die Künstlersozialabgabe, welche aktuell 4,9 Prozent aller Honorarzahlungen an einen Künstler oder Publizisten beträgt (2008) Mehr als 150.000 Menschen sind aktuell über die Künstlersozialversicherung  versichert.
"Der Vorschlag ist unverantwortlich und völlig abwegig. Das wird niemals kommen", erklärte Bundessozialminister Olaf Scholz (SPD). Wer Hand an die Künstlersozialversicherung lege, "versündigt sich am kulturellen Leben und am Wirtschaftsstandort Deutschland" hieß es heute in der Tagesschau der ARD.

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